• Wird ein vereintes Europa überleben?

Heute möchte ich an einen Mann erinnern, der die Idee einer supranationaler Organisation der europäischen Staaten seit seiner früher Jugend in seinem Herzen bewegt hat, für die er in seinen erwachsenem Leben zielstrebig gearbeitet hat und sehr viel erreicht hat, großen Erfolg hatte, aber konsequent das Licht der Öffentlichkeit gescheut hat. Ich erinnere heute an Josef Hieronim Retinger.

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• פולין – POLIN – 2. Teil

Polin1 – Museum der Geschichte der polnischen Juden

Im 14. Jahrhundert wurden Juden aus deutschen Landen2, Spanien und Portugal, Ungarn, Frankreich, aus Moskau und Kiew, später aus England vertrieben. Sie gingen, auf Einladung des polnischen Königs Kasimir des Großen, Richtung Osten bis sie das Stück Erde gefunden haben, wo sie glaubten, sich dort niederlassen zu können. Sie fanden das Land als „ohne erbitterten Hass gegen uns wie in Deutschland“.

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• »…dann habt ihr ein Grab in den Wolken da liegt man nicht eng…«
– 1. Teil

Zygmunt Bauman:
Alexander Sołżenicyn in der Zeit seiner Verbannung schlug seinen Landsleuten „einen Tag ohne Lüge“ vor; er meinte, es reicht ein Tag und der sowjetische System bricht zusammen. Ob er recht hatte, erfahren wir nie, die Vorstellung war aber nicht mehr absurd als das System, auf den sie sich bezog.

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• Die Bedeutung des Verzeihens

Kein einfaches Thema, was ich heute aufnehmen möchte: Das Verzeihen und die Vergebung der Schuld im Lichte der fünften Bitte aus dem Vaterunser.

Die ersten drei Bitten: „Geheiligt werde Dein Name“, „Dein Reich komme“, „Dein Wille geschehe…“ beziehen sich grundsätzlich auf die göttliche Welt, wenn auch eine gewisse Spiegelung dieser Bitten in der Gedankenwelt der Menschen zum Ausdruck kommt.  …

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• Wie frei ist der Wille?

Der Versuch, die Entscheidungsfreiheit und was damit zusammenhängt, die Verantwortung für die Gedanken, Absichten und letztendlich für die Taten der Menschen zu relativieren oder gar zu negieren, wäre ohne den rasanten Fortschritt der Hirnforschung nicht möglich. Obschon anfangs die Fragen zum Verhältnis von Geist und Gehirn selbst von den Forschern als unzulässig betrachtet worden …

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• Schiller – der ungewöhnliche Geist

»Er – der philosophische Geist – bringt einen vernünftigen Zweck in den Gang der Welt und ein teleologisches Prinzip in die Weltgeschichte«

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• Die Weisheit der Kalenderordnung

Zum Thema Kalenderordnung gibt es auf dem Gebiet der Geisteswissenschaft nur eine einzige Arbeit, nämlich das in zweiter Auflage 1978 erschienene Buch aus der Feder von Dr. med. Walther Bühler: „Geistige Hintergründe der Kalenderordnung“, herausgegeben vom Verlag Urachhaus.  …

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• Vom Sinn des Leidens – Theodizee

Es war ein anderes Thema, zu dem ich heute schreiben wollte; ich habe diese Idee lange in Gedanken bewegt, die wahre Inspiration wollte sich jedoch nicht einstellen. Dagegen habe ich über das Leid und den Sinn des Leidens eigentlich nicht schreiben wollen – jedenfalls noch nicht jetzt. …

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• Der Deutsche Ritterorden – Ursprünge und Zerfall

Die drei größten Ritterorden – der Templerorden, etwa 70 Jahre früher als der Deutsche Ritterorden, Ordo Teutonicus, gegründet, und der jüngere Johanniterorden spielen eine außergewöhnlich große Rolle in Europa in der Zeit nach den Kreuzzügen, also im Hochmittelalter. Der Deutsche Orden, eine geistliche Ordensgemeinschaft, geht aus einem im Jahr 1190 im Heiligen Land gegründetem Hospital hervor.

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• Café »Szkocka«

Sie ist wie Atlantis verschwunden, die Stadt. Auch wenn sie in Wirklichkeit immer noch da ist, ist dieser Vergleich angebracht, denn diese Stadt hat sich nicht durch die Zeitläufte notwendigerweise, wie die anderen Städte der Welt, verwandelt und modernisiert. Sie ist nicht mit der Zeit gegangen, die alte Stadt ist verschwunden.

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• Worüber Thilo Sarrazin nicht schreibt

Um den Gedanken, der im Titel des Buches von Thilo Sarrazin1 enthalten ist, verstehen zu können, muss man sich das Phänomen der Zuwanderung vom Gesichtspunkt der Soziologie anschauen. Dabei muss die Besonderheit der Immigration aus den muslimischen Ländern nach Europa genau betrachtet werden. Das Thema ist umfassend, hat viele Aspekte; ich wage hier eine kurze Analyse ausgewählter Probleme.

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• Die Tyrannei der Toleranz

„Der Begriff Toleranz ist abgeleitet vom lateinischen Verb tolerare, was erdulden, ertragen, zulassen bedeutet, wird im sozialen, kulturellen und religiösen Kontext gebraucht“, so die Definition. Weiter: Das, was geduldet werden soll, muss ein Übel sein (Positives kann man nicht tolerieren) und die Hinnahme des Übels muss freiwillig sein.

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• Die heiligen zwölf Nächte

Weihnachten ist in der christlichen Tradition zweifellos das wichtigste Fest im Jahreslauf. In unserer Epoche, in einer Zeit des alles beherrschenden Kommerzes werden die letzten Wochen vor dem Fest nicht der seelischen Vorbereitung auf Jesu Geburt gewidmet, sondern den ausgedehnten Einkäufen und im Sinne der Vorwegnahme der Freude, …

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• 1968 – das Initiationsjahr einer Generation

„1968 war nicht das Jahr, das alles verändert hat, dazu war viel zu viel bereits im Gang. Aber nach ’68 war fast nichts mehr so wie vorher. Und in diesem Sinn war ’68 überall.“

„Mir scheint, die Kinder des nächsten Jahrhunderts werden das Jahr 1968 mal so lernen wie wir das Jahr 1848“ – Hannah Arendt an Karl und Gertrud Jaspers, 26. Juni 1968

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• Wie Platon missbraucht wurde

oder der „pädagogische Eros“ in der deutschen Reformpädagogik

Es ist den letzten Wochen viel über den sexuellen Missbrauch an den Schulen, allen voran an den Internatsschulen, geschrieben. Es ist genug gesagt worden, dennoch vieles ist nicht klar.

Was mich seit Tagen beschäftigt, ist die Art und Weise, auf welche sich die Reformer der Pädagogik und deren Verfechter auf Platons Schriften berufen. Sie tun es in dem Zusammenhang, wenn über zu viel körperliche Nähe zwischen dem Lehrer und seinem Schüler die Rede ist.

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• Janusz Korczak

Die andere Reformpädagogik

In der Zeit vor dem 2. Weltkrieg ist die Reformpädagogik von Dr. Janusz Korczak so neuartig, dass sein Warschauer Waisenhaus „Nasz Dom“ für viele Pädagogen aus den europäischen Ländern zu einem Pilgerort wird. Korczak versucht hier seine Vorstellungen, seine Ideen, ja, seine Utopie von einer friedfertigen, klassenlosen Gesellschaft, von einer demokratischen Kinderrepublik, umzusetzen. Um sich dieser Arbeit, die er als seine Lebensaufgabe versteht, zu widmen, beschließt er, auf Ehe und eigene Familie zu verzichten. Er widmet sich restlos den Kindern, sie sind seine Berufung.

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• Kairos

In Kroatien, in der Stadt Trogir, in dem kleinen Museum des Nonnenklosters St. Nikolaus findet sich eine Darstellung des Gottes der günstigen Gelegenheit, des Kairos. Es ist die einzige Darstellung aus der Antike, die erhalten geblieben ist. Das Relief zeigt den Wagenlenker eines leichten, schnell fahrenden Pferdewagens. Nicht nur das schnelle Pferd, auch die Flügel an Kairos’ Füßen …

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• „The Shadow-Line“

„Schattenlinie“, das weltberühmte Werk von Joseph Conrad* ist voller Symbolik. Selbst der Titel ist ein Zeichen. Längst lebt das Wort, immer als Allusion auf Conrads Werk, sein eigenes Leben. Schattenlinie steht demnach nicht nur, wie biografisch bei Conrad, für das verlassen der unbeschwerten Jugend, …

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• „Der Klang der Zeit“

Menschen, die unbeirrbar durch ihr Leben gehen, den Mut haben, sich den schwierigsten Aufgaben und Prüfungen zu stellen, schöpfen bezeichnenderweise ihre nichtversiegende Kraft aus einer Grenzerfahrung.

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• „Gott hat Humor…

… denn er hat den Menschen geschaffen.“

Gilbert Keith Chesterton

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• Tugend des Risikos und der Entscheidung

So wie unter den drei theologischen Tugenden – Liebe, Hoffnung und Glaube – die Liebe die größte ist, so werden unter den vier Kardinaltugenden – Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung – die drei anderen der Klugheit untergeordnet. So wie die Liebe die Hoffnung und den Glauben mit Sinn erfüllt, so entscheidet die kluge Voraussicht darüber, ob die drei weiteren Kardinaltugenden als solche noch zu bezeichnen sind, oder ob sie sich durch unkluge Handlungen in ihren Gegensatz verkehren.

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• Patientia

„Die Fähigkeit, etwas auszuhalten“, schreibt der Benediktiner Anselm Grün in seinem Buch «50 Engel für das Jahr: Ein Inspirationsbuch» über den Engel der Geduld, „nimmt heute immer mehr ab. Und doch hätten wir sie bitter nötig, um unser Leben zu meistern und die Probleme unserer Welt hoffnungsvoll zu bestehen. Vielleicht im Sinn des Marquis de Vauvenargues: Geduld ist die Kunst zu hoffen.“

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• Der amerikanische Transzendentalismus

Es gab einmal Zeit, als sich im fernen Amerika völlig unterschiedliche Persönlichkeiten, mit völlig unterschiedlichen Begabungen und intellektuellen Interessen, unabhängige Geister, Menschen, die mit dem Zeitgeist nicht konform gingen, in einem Zirkel zusammentaten. Es waren Geistliche dabei, Lehrer, Gebildete und Autodidakten, Frauen und Männer. Sie bildeten zusammen eine Bewegung, …

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• Wiera, Nadjeschda, Ljubow…

Nach Tschita sind die Dekabristen verbannt worden. Russische Offiziere, Adelige, die Napoleon bis nach Paris verfolgt und besiegt haben. Zurück in Russland, vom Geist der Freiheit angesteckt, verschwören sich diese jungen Männer gegen die Macht des Zaren und wollen die Freiheit, die sie im verfeindeten und doch so bewunderten Frankreich geatmet haben, …

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• Von welchem Planeten bist du?

„…Der gestirnte Himmel über mir…“

„Ich wußte ja, dass es außerden großen Planeten wie der Erde, demJupiter, dem Mars, der Venus, denen manNamen gegeben hat, noch Hunderte vonanderen gibt, die manchmal so klein sind,dass man Mühe hat, sie im Fernrohr zusehen. Wenn ein Astronom einen von ihnenentdeckt, gibt er ihm statt des Namens eineNummer.“

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• Frauen in der bildenden Kunst

»Malen ist für mich so notwendig wie atmen«

Das sind Worte der französischen Impressionistin, Berthe Morisot.

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• Über die Malerei…

„Allein hätte ich nicht die Welt durch Antizipation bereits in mir getragen, ich wäre mit sehenden Augen blind geblieben, und alle Erforschung und Erfahrung wäre nichts gewesen als ein ganz totes vergebliches Bemühen. Das Licht ist da, und die Farben umgeben uns; allein trügen wir kein Licht und keine Farben im eigenen Auge, so würden wir auch außer uns dergleichen nicht wahrnehmen.“ 

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• Europa als Idee

Europäische Öffentlichkeit

Europa ist per definitionem das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse. Es ist im geografischen Sinne ein Subkontinent, jedoch historisch und kulturell betrachtet, wird Europa als eigenständiger Kontinent angesehen.

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• Causa Steinbach – Anmerkungen

Es geht hier um ein Problem, das ich eigentlich nie zum Thema eines meiner Aufsätze machen wollte. Da ich jedoch die Empfindlichkeiten beider Seiten in dem Konflikt um Erika Steinbach nicht nur gut verstehe, sondern auch lebhaft nachempfinden kann, will ich zu dem in letzter Zeit viel diskutierten Phänomen Erika Steinbach Stellung nehmen.

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• Hoffnung ist Leben

Hoffnung gehört mit Liebe und Glauben zu den drei christlichen Tugenden. Wenn auch die Liebe die größte ist, bedingen sie sich gegenseitig. Sie machen die irdische Existenz erträglich, um nicht zu sagen, ohne diese Tugenden ist ein menschliches Leben in Würde gar undenkbar.

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• „Verein und leite!“ – über Barack Obama

An dem Tag, an dem ich meine erste Seite dieser Homepage geschrieben hatte und ihr den Titel „Stirb und werde!“ gab, schien mir dieser nur mit meiner persönlichen Biografie zu tun zu haben. Ein Hauch der Unsicherheit war da, ob es doch nicht zu persönlich ist, diese Losung. Ob sie für die ganze Site stehen kann?

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• Wátina – Andy Palacio

Das Engagement des Musikers Andy Palacio, der 47jährig im Januar 2008 verstarb, galt der Erhaltung der Sprache und Kultur der Garifuna. Der Ursprung der Ethnie der Garifuna geht auf die Verschmelzung der Westafrikaner, die als Sklaven nach Amerika gebracht werden sollten …

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• Dankbarkeit ist Gedächtnis

Echo, die Nymphe des Berges Helikon, wollte als Dienerin der Hera ihre Herrin mit endlosem Geschwätz unterhalten, während Zeus mit den anderen Nymphen tändelte. Als die Göttin diese List bemerkte, bestrafte sie sie aus Ärger mit einer seltsamen Beschränkung der Sprache: Echo konnte kein Gespräch beginnen, sondern nur die Worte anderer wiederholen.

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• Wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt…

Wer ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt, denn jeder Mensch ist wie das ganze Universum – diese Überzeugung lebt in jüdischer Tradition, festgehalten ist sie im Talmud.

Irena Sendler, von der ich heute erzähle, wird die ganze Welt retten. Sie hatte etwa 2500 Kinder, vor allem aus dem Warschauer Ghetto vor dem sicheren Tod gerettet. Sie brachte Kinder außer Gefahr und dachte an das Überleben des ganzen Volkes. …

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